wunder oder ganz normal?

da leben wir in zeiten, da die aufzeichnungstechniken nahezu perfektioniert, multidimensional und -medial sowie allgegenwärtig sind…

aber doch erscheint es mir wie ein kleines wunder, wenn ich gerade eine wunderschöne aufnahme von “samba em preludio” höre, das original von baden powell/vinicius de moraes, gesungen von geraldo vandré und ana lúcia… stimmen, instrumente, stimmung… alles festgehalten auf vinyl, magnetband, aluminiumfolie, silizium erfüllt es den raum, mein sein und lässt mich auf zeitlosen wellen schweben…

muxn

momentan:

falling slowly - glen hansard & markéta irglová
ajde jano - kroke
la grande cascade - rené aubry
piosenka księżycowa - varius manx
makumba -big cyc
redemption song - bob marley
czarny blues o czwartej nad ranem - stare dobre małżeństwo
when your mind’s made up - glen hansard & markéta irglová
war pigs - black sabbath
rain song - led zeppelin [all time favorite since 1992]
be careful with that axe eugene - pink floyd
you keep me hanging on - vanilla fudge
wir müssen hier raus - ton steine scherben

a jeszcze jedna… prosta, ale może najpiękniejsza… nawet…

Sen o Victorii

Dzisiaj mialem piękny sen
Naprawde piękny sen
Wolnośc moja śniłem że
Wziąłem z Tobą ślub

Słońce nas błogosławiło
I księżyc też tam był
Wszystkie gwiazdy nieba
Wszystkie gwiazdy pod
O Victorio, moja Victorio
Dlaczego mam cię tylko w snach
Wolności moja Ty Victorio
Opanuj w końcu cały świat

Ot, gdyby tak wszyscy ludzie
Mogli przeżyć taki jeden dzień
Gdy wolność wszystkich, wszystkich zbudzi
I powie idźcie tańczyć, to nie sen

O Victorio, moja Victorio
O Victorio ma

dżem…

fast zwei jahre nachdem ich in kędzierzyn-koźle auf dem dżem-konzert zum film skazany na bluesa war, heute den film endlich gesehen… auch wenn er ziemlich viele schwächen hat… dżem best!

list do m

Mamo piszę do Ciebie wiersz,
Może ostatni, na pewno pierwszy.
Jest głęboka, ciemna noc,
Siedzę w łóżku a obok śpi ona

I tak spokojnie oddycha.
Dobiega mnie jakaś muzyka,
Nie to tylko w mej głowie szum.
Siedzę i tonę i tonę we łzach,
Bo jest mi smutno, bo jestem sam.
Dławi mnie strach.

Samotność to taka straszna trwoga,
Ogarnia mnie, przenika mnie.
Wiesz mamo, wyobraziłem sobie, że
Że nie ma Boga nie, nie ma nie!
Nie ma Boga nie.

Spokojny jest tylko mój dom,
Gdzie Ty jesteś a mnie tam już nie ma.
Gdzie nie wrócę chyba nigdy,
Mamo bardzo Cię kocham, kocham Cię!

Myślałem, że Ty skrzywdziłaś mnie,
A to ja, to ja skrzywdziłem Ciebie.
Szkoda, że tak późno pojąłem to.
Tak późno to, to zrozumiałem.
Zrozumiałem to.

Samotność to taka straszna trwoga,
Ogarnia mnie, przenika mnie.
Wiesz mamo, wyobraziłem sobie, że
Że nie ma Boga nie, nie ma nie!
O nie, nie…
Nie ma Boga, nie ma nie!, nie, nie..
Nie, nie…
Nie ma Boga, nie..

Onkel Baedeker hat sich doch noch gemeldet…

Inzwischen ist es mehr als 1 Jahr her, dass Klaus und ich mit der Arbeit am neuen Baedeker für Nordpolen begannen und fast genau 1 Jahr, dass ich mit meiner Recherchereise begann… Einiges an Informationen ist wohl schon wieder nicht mehr aktuell, aber nun hat sich der zuständige Redakteur endlich gemeldet und es ist soweit, wir bekommen jetzt die redigierte und schon fast fertig layoutete Version zur Korrektur. Bin gespannt, wieviel sie von Podlasie rausgekürzt haben… und welche Bilder sie genommen haben.

Morgen werde ich unser “Werk” dann in den Händen halten und vor allem auf fehlerhafte polnische Formulierungen durchforsten. Bin auch gespannt, wie hoch die Auflage sein wird und ob sich das Ding überhaupt verkauft.

…………………………………………………………wild is the wind…………………………………………………………..

Vilnius…

Aus Vilnius zurück und diesmal gar keine Notizen gemacht. Dafür Photos. Memorisierungstechniken geübt.

Vilnius selbst war, bei allem Vorwissen, dass man sich doch vorher erworben hat, vollkommen neu und erstaunlich faszinierend. Eine Stadt, die durchaus meinen Nerv getroffen hat. In den nächsten Tagen werde ich Stück für Stück aufarbeiten, was mir begegnet ist. Möglicherweise ergibt sich daraus auch ein Konzept für weitere Arbeiten, Reisen, Schriftstücke. Besonders augenfällig war die “sprachliche Vielfalt”, der wir begegneten. Litauisch, Russisch, Polnisch, Deutsch, Jiddisch… Wobei man in der kurzen Zeit ganz grob eine Aufteilung nach Alters- und Sozial-/Funktionsgruppen ausmachen konnte.
Hauptfrage, die zurückblieb:

Was und wo ist Litauen? Eine “litauische” Identität erscheint mir nach all dem gehörtem noch komplizierter, als sogar die ukrainische, die im gegensatz zum litauischen einer “heroischen” mittelalterlichen Geschichte auf “Reichsebene” entbehrt.

Wahrscheinlich muss man auch die sprachliche Sonderlage der litauischen Kultur berücksichtigen.

themen:

  • nationalgeschichte
  • jüdisches jerusalem
  • antisemitismus (in geschichte und gegenwart) und (neo-)faschismus
  • verhältnis polen vs. litauen
  • geschichtsaufarbeitung
  • sprache

wichtig wäre vor allem noch ein “erreisen” weiterer gegenden litauens.